Aufruf zu den Ostermärschen

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Alle Aufrufe aus den einzelnen Städten sind hier zu finden.

 

Vom 3.-6. April 2015 werden wieder zahlreiche Ostermarschaktionen stattfinden.

Die Kämpfe in der Ukraine zeigen: Krieg als Mittel der Machtpolitik hat in Europa noch immer nicht ausgedient. Viele Tausende mussten und müssen sterben, weil nationalistische Kräfte auf beiden Seiten nur in den Kategorien von Sieg und Niederlage denken. Externe Mächte stärken ihnen den Rücken, kämpfen um ihren eigenen Einfluss auf die Ukraine, ein Land, dessen Bewohner bereits im 2. Weltkrieg zu jenen gehörten, die am meisten leiden mussten.

Waffenstillstände werden nicht eingehalten, Waffenlieferungen an die Konfliktparteien werden gefordert und getätigt. Selbst ein Jahr nach Beginn des Konfliktes prägen wechselseitige Schuldzuweisungen und Drohungen mit weiterer Eskalation die politische Rhetorik noch immer stärker als das Bemühen um eine politische Verhandlungslösung. Die aber ist der einzige Weg umd das Leiden der Zivilisten in der Ostukraine sofort zu begrenzen und dauerhaft zu beenden.

Mehr noch: Der Konflikt kann weiter eskalieren. Er stört und zerstört das Verhältnis Europas zu Russland. Das Ziel militärischer Sicherheit vor Russland tritt an die Stelle des Aufbaus einer dauerhaften europäischen Friedensordnung unter Einschluss Russlands. Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen, Rüstungskontrolle, Abrüstung und andere Instrumente kooperativer Sicherheit drohen auf dem Müllhaufen der Geschichte zu landen.

Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Fahrradtouren, Wanderungen und Friedensfesten stellen sich die Friedensgruppen der Rüstungs- und Interventionspolitik der Großen Koalition mit immer mehr Auslandseinsätzen der Bundeswehr entgegen. Sie engagieren sich während der Ostermärsche 2015 unter anderem

  • für eine sofortige Beendigung der Kämpfe in der Ukraine, die Unterstützung der Bemühungen zu einer friedlichen Konfliktbearbeitung und die Bereitstellung finanzieller Mittel für humanitäre Hilfe und ziviles Konfliktmanagement
  • für eine neue Entspannungspolitik auf Basis der Prinzipien kooperativer Sicherheit
  • für einen Ausbau der Instrumente zur zivilen Konfliktbearbeitung und gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • für den Abzug aller Atomwaffen aus Europa und gegen deren geplante Modernsierung dieser Waffen
  • für  Rüstungskonversion und gegen Rüstungsexporte und Waffenlieferungen

Wichtige Themen sind auch die Stilllegung aller Atomanlagen sowie die Kritik an der Rekrutenwerbung der Bundeswehr in Schulen.

Die Ostermärsche finden traditionell in regionaler und lokaler Verantwortung statt. Hier geht es zur Terminübersicht 2015.